Babesiose


Der Erreger kommt weltweit in warmen Regionen vor, in Europa hauptsächlich im Mittelmeergebiet, aber auch in Südengland, Ungarn, Polen und zunehmend auch in Österreich und Deutschland, insbesondere bei uns im Bereich des Oberrheingrabens.

Die Babesien werden nur durch Zecken (Holzbock, Igel- und Schafzecke, braune Hundezecke) übertragen, insbesondere durch die sich in den letzten Jahren in Deutschland stark verbreitete Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Sie befallen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und zerstören sie durch ihre Vermehrung. Die freigesetzten Parasiten können dann weitere Blutzellen befallen und zerstören. Zecken nehmen bei ihrer Blutmalzeit erneut Babesien auf, diese vermehren sich dann in der Zecke und können so wieder auf einen neuen Wirt übertragen werden.

Die Symptome sind recht charakteristisch: Fieber, Blutarmut (Anämie) und Gelbsucht (Icterus). Oft zeigt sich auch ein rot bis braun gefärbter Urin. Unbehandelt endet diese Krankheit häufig tödlich.
Zur Therapie eignet sich ein Präparat, welches aber in Deutschland für Tiere nicht zugelassen ist und erst über eine Auslandsapotheke besorgt werden muss.
Ein Impfschutz gibt es in Deutschland nicht, im europäischen Ausland (Frankreich, Schweiz) sind Impfstoffe verfügbar.