Ehrlichiose / Anaplasmose


Der Erreger der Ehrlichiose ist eine Bakterie (Ehrlichia canis) und befällt vor allem die Monozyten der weissen Blutzellen.
Der Erreger der Anaplasmose (Anaplasma phagocytophilum) ist ebenfalls eine Bakterie und befällt überwiegend die Granulozyten.
Die Übertragung erfolgt mit dem Speichel der braunen Hundezecke (Ehrlichiose) oder durch den Holzbock (Anaplasmose). Nach der Übertragung verbreitet sich der Erreger über das Blut in das lymphatische Gewebe (besonders in die Lymphknoten) sowie in Leber, Milz und andere Organe.
Die ersten klinischen Symptome sind relativ unspezifisch (Fieber, Apathie, Depression und geringgradige Gewichtsabnahme) und treten 8 - 20 Tagen nach Eintritt der Infektion auf. Die Krankheitszeichen können nach ein paar Wochen wieder von alleine verschwinden. Dann kommt es aber zur chronischen Phase mit Veränderungen im Blutbild.
Zur Therapie werden bestimmte Antibiotika über einen Zeitraum von 2 - 4 Wochen eingesetzt - die Krankheit ist heilbar.
Endemiegebiete der Ehrlichiose sind Zentralfrankreich, alle Anrainerstaaten des Mittelmeeres sowie Portugal und die Kanarische Inseln.
Die Anaplasmose kommt überall da vor, wo es die Zecke Ixodes rhicinus (Holzbock) gibt, also in ganz Europa.