Haltung und Ernährung


Haltung

Hamster sind von Natur aus ein Einzelgänger und akzeptieren einen Partner nur für den kurzen Moment der Fortpflanzung, sie sollten daher auch immer einzeln gehalten werden! Gerade die Weibchen haben hier ein besonders ausgeprägtes Verhalten, da sie den Nachwuchs ganz alleine groß ziehen und auch gegen Feinde verteidigen müssen.

Seine Possierlichkeit kann irreführen, für Kinder ist der selbstbewusste Hamster nur sehr bedingt geeignet. Er legt keinen Wert auf Streicheleinheiten und quittiert unsensiblen Umgang mit Zähneklappern, bedrohlichem Knurren und auch schon mal einem kräftigen Biss.
Überwiegend ist er nachtaktiv, d. h. über den Tag schläft er tief und fest und sollte deshalb auch relativ abgeschirmt von allem Lärm sein, nachts ist er dann um so aktiver.

Hamster sind daher eher gute Heimtiere für Berufstätige - tagsüber haben sie ihrer nötige Ruhe und abends ersetzen sie das Fernsehprogram.

Der Käfig sollte groß, geräumig (mindestens mit einer Grundfläche von 60 x 35 cm) und möglichst in mehrere Etagen unterteilt sein, da Hamster sehr gerne klettern und trotz ihrer Kleinheit ein erstaunliches Bewegungsbedürfnis haben. Je größer und interessanter der Käfig mit seiner Innenausstattung ist, um so besser. Bitte keine Kisten aus Holz oder gar Pappkarton - Hamster haben ausgesprochen kräftige Zähne!

Käfigeinrichtung

Zur Mindestausstattung sollte gehören:
1 - 2 Futternäpfe
1 Nippeltränke
1 Schlafhäuschen (leider sind die handelsüblichen Häuschen zumeist viel zu klein) - der Umbau eines mittelgroßen Tonblumentopfes bietet sich dafür aber bestens an.
Auf ein Laufrad sollte verzichtet werden, da es sehr viele Verletzungsmöglichkeiten bietet.
Die Einstreu sollte Heu und/oder Stroh sein. Die handelsübliche Kleintiereinstreu aus Sägespänen ist aus tierärztlicher Sicht absolut falsch und zum Teil durch seine Holz- und Chemikaliendämpfe überaus gesundheitsschädlich. Auch die sogenannte "Hamsterwatte" oder alte Textilien sind gefährlich, da sich die kleinen Tieren damit böse verletzen können, z.B. durch Umwickeln und Abschnüren von Gliedmaßen oder Gliedmaßenteilen (Zehen, Pfoten).

An Holzstücken mit Rinde und frischen (ungespritzten) Zweigen kann der sehr ausgeprägte Nagetrieb ausgelebt werden, Kletteräste und Papprollen (von Toiletten- und Haushaltspapier) sorgen für Abwechslung im Käfig.

Freilauf

Ein Freilauf in der Wohnung ist für die meisten Hamster lebensgefährlich. Möbel, Holz, Stromkabel und Telefonschnüre werden gerne benagt und führen oft zu tödlichen Unfällen. Auch haben schon viele Hamster durch den Sturz aus großen Höhen (Tischplatte, Schreibtisch) ihr Leben verloren.
Ist der Käfig geräumig und interessant eingerichtet, hat der Hamster genug Bewegung und Abwechslung

Ernährung

Hamster sind im Gegensatz zu Kaninchen und Meerschweinchen keine Vegetarier!
Als Grundfutter eignet sich das im Zoohandel erhältliche Fertigfutter. Hamster fressen gerne als Saftfutter Äpfel, Birnen, Kohl, Salat, Möhren, Bananen, Löwenzahn, Weißklee und als Trockenfutter Sonnenblumen- und Melonenkerne (aber davon nicht zu viel, denn sie machen ziemlich dick). Auch mögen sie gerne hartes Brot, Semmeln oder trockene Hundekuchen, damit haben sie etwas zu nagen, und müssen sich ihr Essen auch einmal ein wenig erarbeiten.

Etwa 1/3 der Tagesration sollte der Deckung des tierischen Eiweißbedarfs vorbehalten sein. Es können Magerquark, Fleisch, Leber, Mehlwürmer oder getrocknete Garnelen, Fisch und hartgekochte Eier verabreicht werden.
Nicht auf den Speiseplan eines Hamsters gehören dagegen gekochter Schinken, Hartkäse oder Essensreste. Das gilt auch für Gebäck oder Süßigkeiten.

Grundsätzlich sollte die Fütterung sehr vielseitig aber gleichmäßig sein, Futterwechsel vertragen Hamster sehr schlecht.

Die Vorratskammer muss regelmäßig auf verdorbene und verschimmelte Nahrungsvorräte kontrolliert werden.