Unser Tier auf Reisen
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Auslands-Reisebestimmungen

ACHTUNG - "Reisekrankheiten"

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ACHTUNG - wichtiger Hinweis in Bezug auf Tollwut!

ACHTUNG - wichtiger Hinweis in Bezug auf Reisen mit der Bundesbahn

 
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Berlin (aho) - Das Robert Koch-Institut in Berlin weist im epidemiologischen Bulletin Nr.9 / 2001 auf die Gefährdung von Reisenden durch Tollwut hin. Es wird über zwei junge Männer berichtet, die am Ende des Jahres 2000 mit dem Auto eine Reise durch mehrere asiatische Länder (Türkei, Iran, Pakistan, Indien und Nepal) unternommen hatten. Sofort nach ihrer Heimkehr am 25.01.2001 stellten sie sich in ihrem Wohnort in der Ambulanz einer Klinik für Infektions - und Tropenkrankheiten vor.
Anlass war, dass ein Hund, den sie am 22.12.2000 im Alter von ca. 2 Monaten in Nepal erworben hatten, einen der Männer gebissen hatte. Auf der Rückreise nach Deutschland hatten sie den Hund am 16.01.2001 in Isfahan (Iran) gegen Tollwut impfen lassen. Zwei bis drei Tage nach der Impfung sei der Hund auffällig geworden. Er habe nicht mehr gehorcht, sei etwas aggressiv geworden und habe geschnappt. Am 21.01.2001 war einer der beiden Reisenden von dem Hund gebissen worden. Der andere Mitreisende hatte engen Kontakt mit Speichel des Tieres, wobei kleinste Hautverletzungen an der Hand nicht auszuschließen waren. Weil der Hund zunehmend aggressiver wurde und vermutlich Schmerzen hatte (der Hund hätte sehr viel gebellt), hatten die Reisenden ihn am 23.01.2001 mit einem Stockschlag auf den Kopf getötet und in einem Plastiksack auf dem Gepäckträger des Autos (illegal) nach Deutschland transportiert, wo sie am 25.01.2001 Mittag ankamen. Beide Männer waren vor ihrer Reise in der Reisemedizinischen Sprechstunde der Klinik beraten worden und hatten im November 2000 eine komplette aktive Tollwutimmunisierung (3 Injektionen Tollwutimpfstoff 0 -7 -21 Tage) erhalten. Die beiden Reisenden brachten den Hundekadaver umgehend zum Amtstierarzt, der die weitere Diagnostik in die Wege leitete. Am Spätnachmittag des gleichen Tages wurde bei dem Hund Tollwut bestätigt.

Das Robert Koch Institut kommentiert: Tollwut-Infektionsrisiken für Menschen entstehen wegen der weitestgehend erfolgreichen Bekämpfung in Deutschland heute fast ausschließlich bei Reisen in Länder mit enzootischem oder epizootischem Vorkommen der Tollwut. Gegenwärtig ereignet sich schätzungsweise pro Monat Aufenthalt in einem tropischen Land ein Tierbiss mit Tollwutrisiko auf 500 bis 1.000 Reisende. Die weltweit höchsten Erkrankungszahlen finden sich in Süd - und Südostasien, in dieser Region ist Nepal ein Land mit ganz besonders hoher Tollwutprävalenz; landesweit besteht ein hohes Risiko, vor allem durch streunende Hunde. In den letzten Jahren hat die Tollwut auch im Osten Europas (baltische Staaten, Kroatien, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Slowakische Republik u.a. Länder) stark ausgebreitet hat und dort zu einem großen Teil von der primären Wildtollwut auf die Hunde übergegangen ist. In der Türkei ist die Hundetollwut mittlerweile zu einem landesweiten Problem geworden.

Personen, die in diese Länder reisen wollen, sollten sich zuvor impfen lassen. Es muß dringend davon abgeraten werden, aus Tierliebe aus den vorgenannten Ländern Hunde und andere Tollwut - empfängliche Tiere mit in die Heimat zu bringen.

RKI, Fallbericht: Tollwutexposition im Zusammenhang mit einer Asienreise
Epidemiologisches Bulletin Nr.9; 2.März 2001, S. 66

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Maulkorbzwang für Hunde in der Bahn

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Große Hunde müssen vom 16. Juni 2002 an in den Zügen der Deutschen Bahn (DB) einen Maulkorb tragen. Diese Vorschrift gelte für alle Hunde, die nicht in einem Behältnis (Tragetasche oder Transportbox) befördert werden können, teilte die Bahn in Frankfurt mit.

Damit sei das seit September 2000 im Fernverkehr geltende Verbot aufgehoben, Kampfhunde im Zug mitzunehmen. Es hat sich nach Angaben der Bahn als nicht praktikabel erwiesen, weil es in den Bundesländern unterschiedliche gesetzliche Regelungen für Kampfhunde gibt. Seit der tödlichen Attacke eines Kampfhundes auf den sechsjährigen Volkan in Hamburg vor zwei Jahren waren zahlreiche Verbote erlassen worden.

Der Maulkorbzwang gilt nicht für Blindenhunde. Am Preis für die Hunde-Fahrscheine ändert sich nichts: Für größere Hunde, die nicht in einer Tragetasche oder Box befördert werden können, muss ein Kinderfahrschein gekauft werden, die kleinen brauchen kein Ticket.

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