Pflege hilfsbedürftiger Igel


Was sind hilfsbedürftige Igel?

  • Verletzte Igel oder solche Igel, die womöglich tagelang ohne Futter und Wasser in Lichtschächten, leeren Schwimmbecken oder ähnlichem gefangen waren.
  • Kranke Igel. Man erkennt sie meist daran, dass sie tagsüber herumlaufen, torkeln oder liegen. Sie sind oft apathisch, fühlen sich kühl an, rollen sich kaum ein und sind häufig mager. Hinter dem Kopf sieht man eine Einbuchtung ("Hals"), Schultern, Wirbelsäule und Hüftknochen bilden sich deutlich ab. Die Augen sind nicht rund, sondern schlitzförmig und eingefallen.
  • Tagaktivität ist beim Nachttier Igel immer ein Alarmzeichen. Eine Ausnahme bilden allerdings aufgestörte Igel. Wenn etwa bei Gartenarbeiten Igelnester zerstört werden, sucht sich auch ein gesundes Tier tagsüber einen neuen Unterschlupf.
  • Jungigel, die Anfang November deutlich weniger wiegen als 500 Gramm und am Fundort nicht zugefüttert werden können. Wenn Sie unsicher sind, ob der Besucher Ihrer Futterstelle im Garten sein Winterschlafgewicht noch schafft, wiegen Sie den Igel, markieren ihn mit einem kleinen Tupfer Nagellack auf den Stacheln und setzen Sie ihn wieder hinaus Nach einigen Tagen wiederholen Sie das Wiegen und kontrollieren die Gewichtszunahme.
  • Ein gesund erscheinender Igel mit einem Körpergewicht von mehr als 650 g sollte unverzüglich zu seinem Fundort zurückgebracht werden (ausgenommen bei Schnee oder Frost).

Fundigel sollte zur Behandlung von Parasiten, Wunden oder Verletzungen und zur Kontrolle des Gesundheitszustandes alsbald zu einem Tierarzt gebracht werden! Wenn möglich, eine Kotprobe mitbringen.

Unterbringung und Ernährung im Haus allein heilen das Tier nicht!

Generell ist es verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt auch der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Dies gilt auch für den eigenen Garten! Das Naturschutzgesetz erlaubt jedoch Igel, auf die eine der unten aufgeführten Kriterien zutrifft, aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen. Passt keines dieser Anzeichen auf den Igel, den Sie gefunden haben, so setzen Sie ihn bitte umgehend wieder am Fundort aus. Igel sind recht reviertreu und kennen sich in ihrem Gebiet sehr genau aus. Drohen ihm dort jedoch Gefahren, z.B. durch eine vielbefahrene Straße, bringen Sie ihn in ein Grün- / Parkgelände mit Unterschlüpfen und Versteckmöglichkeiten.

Durch die rechtzeitige Einrichtung einer Futterstelle in den nahrungsarmen Jahreszeiten erübrigt es sich oft, Jungigel in menschliche Obhut zu nehmen.

Erste Hilfe -Checkliste

  • Notieren Sie sich das Funddatum, die Uhrzeit, das Gewicht und die genaue Fundstelle. Igel sind ortstreu und sollen später wieder in ihr bekanntes Revier zurück verbracht werden.
  • Beginnen Sie dann mit einem "Pflegebericht", in den Sie weiterhin Gewichtszunahme, Tierarztbesuche usw. eintragen.
  • Untersuchung auf Gesundheitszustand und Verletzungen.
    • Inspizieren Sie Kopf, Rumpf, Bauchseite, Pfoten und Beine auf Wunden und Verletzungen. Häufig sind Wunden mit Fliegeneiern oder schon mit Fliegenmaden befallen. Diese muss man mit einer Pinzette aufsammel und entfernen. Wundsalben aus der Humanmedizin sind anschließend hilfreich.
    • Wenn der Igel hustet, röchelt oder schnieft besteht der Verdacht einer Atemwegserkrankung. Igel leiden häufig unter einem Lungenwurmbefall, der bei gut ernährten Tieren relativ gut behandelbar ist. Kranke und abgemagerte Tiere überleben eine Lungenwurmtherapie kaum oder gar nicht, da zumeist noch zusätzliche bakterielle Infektionen vorliegen. Sie müssen erst aufgepäppelt werden bis sie in einem stabilen Zustand sind.
    • Kotkonsistenz. Eine häufige Ursache von Durchfall beim Igel sind Kokzidien und weitere Darmparasiten, auch Salmonellen und Coli-Bakterien kommen vor. Eine Entwurmung sollte nur in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen, da bei der Wurmbehandlung, je nach Wurmart, unterschiedliche Präparate angewendet werden. Bringen Sie eine Kotprobe zur Untersuchung mit.
    • Lähmungserscheinungen treten bei Vergiftungen und akutem Vitaminmangel auf und haben insgesamt eine schlechte Prognose.
  • Unterkühlte Igel müssen zuerst aufgewärmt werden. Eine Unterkühlung ist vorhanden, wenn sich das Tier an der Bauchseite deutlich kälter anfühlt als Ihre Hand. Eine mit gut handwarmem Wasser gefüllte Gummiwärmflasche - kein Heizkissen ! - umwickelt man mit einem Frotteehandtuch und legt sie in einen passenden hochwandigen Karton. Darauf setzt man den Igel und deckt Ihn mit einem weiteren Handtuch zu.
  • Beurteilung des Ernährungszustandes. Ein magerer, untergewichtiger Igel hat einen länglichen Körper, zeigt einen "Hals", die Wirbelsäule und Hüftknochen sind sichtbar und die Augen sind schlitzförmig. Im Gegensatz dazu hat ein normalgewichtiger Igel einen rundlichen Körperbau ohne "Hals" und die Augen erscheinen halbkugelig und leicht vorstehend.
  • Die Geschlechtsbestimmung ist wichtig, da es sich bei dem Fundtier auch um eine säugende Igelmutter handeln könnte. Beim männlichen Igel ist das Präputium als "Knopf" etwa in der Mitte des Bauches erkennbar, beim weiblichen Tier liegen Vagina und After relativ dicht beisammen.
  • Baden Sie Igel nicht!!!
  • Lassen Sie Flöhe und Zecken vom Tierarzt entfernen. Nicht alle gebräuchlichen Floh- und Zeckenpräparate von Hund und Katze werden vom Igel vertragen (Vergiftungsgefahr!). Zecken können recht einfach mit einer Pinzette entfernt werden.
  • Erstfütterung. Geben Sie Ihrem Igel zur Erstversorgung entweder ein Schüsselchen mit angewärmten Katzen- oder Hundedosenfutter oder braten Sie Ihm in der Pfanne ein Rührei mit etwas Öl und ohne Gewürze. Zu trinken bekommt er Wasser, niemals Milch! Igel ernähren sich in der Natur von eiweiß- und fettreichen Insekten. Sie sind keine Vegetarier, fressen also weder Obst noch Gemüse. Bei sehr schwachen Tieren können Sie zunächst versuchen, ihnen mittels einer Plastikspritze ohne Nadel oder einer Pipette tröpfchenweise etwas lauwarmen, ungesüßten Fenchel- oder Kamillentee einzuflößen, danach auch Breinahrung, zum Beispiel Babynahrung (z.B. Rindfleischzubereitung ab 4. Monat). Auf alle Fälle sollten Sie ein solches Tier dem Tierarzt oder einer Igelstation vorstellen.
    • Igel sind keine Haustiere und kein Kinderspielzeug, sondern geschützte Wildtiere. Unterlassen Sie unbedingt Zähmungsversuche.
    • Ziel der zeitweisen Aufnahme soll und muß die Wiederherstellung der Überlebensfähigkeit in der freier Wildbahn sein.
    • ist die Wiederherstellung auf Grund der Verletzungen oder Schwere der Erkrankung unwahrscheinlich, sollte auch die Euthanasie in Betracht gezogen werden.
  • Ernährung

    • Die erforderliche Nahrungsmenge ist von Igel zu Igel verschieden. Sie hängt vom Körpergewicht und vom Gesundheitszustand ab. Den Maßstab für die richtige Futtermenge bildet die Gewichtszunahme.
      Anfangs wird der Igel täglich, später nur noch wöchentlich gewogen. Man legt ihn dazu auf dem Rücken in die Waagschale und pustet ihn ein bißchen an, damit er ruhig hält. Wenn ein abgemagertes Tier Nachholbedarf hat, kann es täglich 10 bis 20 g zunehmen, später sollten es 7 bis 10 g pro Tag sein.
    • Igel sind Insektenfresser, doch in der Gefangenschaft soll man sie nicht mit Schnecken, Regenwürmern etc. ernähren, weil diese Überträger von Innenparasiten sind.
    • Futter und Wasser reicht man in einem kippsicheren flachen Glas- oder Porzellannapf (gut geeignet sind die Deckel von Einmachgläsern oder auch Blumentopfuntersetzer).
    • Gefüttert wird in der Regel nur einmal täglich, und zwar abends. Läuft jedoch ein offensichtlich hungriger Igel auch tagsüber unruhig im Gehege herum, sollte man Ihm selbstverständlich Nahrung anbieten. Das gleiche gilt für geschwächte Tiere, die die notwendige Futtermenge oft nur in mehreren kleinen Portionen einnehmen.
    • Futterreste müssen weggeworfen und die Näpfe täglich (bzw. nach jeder Mahlzeit) heiß gespült werden.

    Grundnahrungsmittel für Igel:
    Katzen- oder Hundedosenfutter, Eier (hartgekocht oder als Rohei), Geflügelfleisch (gekocht) und Rinderhackfleisch (roh nur ganz frisch, besser kurz angebraten). Katzentrockenfutter als zusätzliches Futter wird von den meisten Igeln gerne angenommen.
    Als Beifütterung können 2 x wöchentlich Garnelenschrot, Muschelgrit, Weizenkleie, Futterhaferflocken, Igeltrockenfutter, Lebertran oder Multivitamintropfen zur Versorgung mit Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen gegeben werden.

    Das im Zoohandel käufliche Igelfutter ist als Alleinfutter nicht ausreichend!

    Das Getränk ist Wasser oder Fencheltee. Niemals Milch geben! Milch bewirkt wegen ihres Milchzuckers Durchfall und in der Folge Darmentzündungen und Infektionen, die für den Igel tödlich enden können.

    Zufütterung im Freien:
    Um das Futter vor Vögeln, aber auch vor Regen zu schützen, stellt man es abends in ein mit mindestens zwei 12 x 12 cm kleinen Einschlupflöchern versehenes Kistchen. Muß das Futter zusätzlich noch vor Katzen geschützt werden, empfiehlt sich der Bau eines Futterhauses mit verwinkeltem Eingang Futterreste müssen morgens unbedingt beseitigt und die Schüsseln heiß gespült werden.

    Unterbringung

    Igel sind Einzelgänger. Jeder Igel braucht also ein eigenes Gehege. Nur ganz junge Igel aus einem Wurf vertragen sich eine Zeit lang miteinander.

    Haltung drinnen: Ein Igelgehege soll mindestens 2 qm groß (je größer, um so besser) und absolut ausbruchsicher sein.
    Igel mögen nicht eingesperrt sein und werden immer versuchen, auszubrechen. Sie können gut klettern und hervorragend und ausdauernd graben, sie sind wahre "Ausbruchspezialisten".
    Die Wände sollten aus Holz von ca. 40 - 50 cm Höhe und nicht aus Maschendraht (Verletzungsgefahr!) bestehen. Am besten fertigt man das Gehege aus gut zu reinigenden, beschichteten Span- oder Hartfaserplatten an und stattet es wegen der Wärmedämmung auch mit einem Holzboden aus. Diesen bedeckt man mit mehreren Lagen Zeitungspapier (nicht mit Sägemehl, Katzenstreu, Torf o. ä.), das man täglich (!) wechselt. Als Schlafhäuschen wählt man einen oben zuklappbaren Pappkarton von ca. 30 x 30 cm Kantenlänge (z.B. einen Schuhkarton) und versieht ihn mit einem seitlichen Schlupfloch von ca. 12 x 12 cm. Die Bodentemperatur sollte Tag und Nacht mindesten 16 Grad C betragen (Temperaturen unter 15 Grad C sind zu niedrig und führen zur Futterverweigerung) und die Raumtemperatur sollte nicht über 20 Grad C liegen.

    Haltung draußen: Das Freigehege für die Überwinterung im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon sollte mindestens 4 qm gross sein und mit einer Futterstelle und einem Ersatznest versehen sein. Als Schlafplatz bietet sich eine mit einem Schlupfloch versehene und mit Stroh gefüllte Holzkiste an. Sie sollte unten mit einer Styroporunterlage gegen die Bodenkälte geschützt sein. Es empfiehlt sich, das bisher vom Igel benutze Pappschlafhäuschen mit in die Kiste zu stellen.

    Winterschlaf

    Grundsätzlich ist anzustreben, gesund gepflegte Igel bzw. aufgezogene Igeljunge noch im Herbst auszuwildern.
    Erreicht ein in menschlicher Pflege genommener Igel ein für den Winterschlaf ausreichendes Gewicht (mindestens 500g, besser 600 bis 750g) jedoch erst sehr kurz vor Wintereinbruch oder gar danach, muß man bis zum Frühjahr warten, ehe man ihn in die Freiheit entlässt.

    Nachdem man den Igel in sein Winterquartier nach draußen gebracht hat, füttert man ihn solange normal weiter, bis er das Futter nicht mehr anrührt. Bis dahin können einige Tage, aber auch Wochen vergehen.
    Auslauf und Häuschen reinigt man nach wie vor.
    Hat sich der Igel dann offensichtlich zum Winterschlaf zurückgezogen, klebt man mit zwei Stückchen Klebeband einen Streifen Toilettenpapier vor das Schlupfloch. So kann man, ohne ins Schlafhaus zu fassen, auf einen Blick erkennen, ob das Tier wieder aufgewacht ist und nachts sein Häuschen verlassen hat oder ob es weiter schläft. Für alle Fälle und als «Notration» stellt man in das Gehege ein Schälchen mit Igel- oder Katzentrockenfutter, dazu frisches Wasser.
    Auch schlafende Igel muß man täglich kontrollieren!
    Eine Unterbrechung des Winterschlafs bei steigenden Temperaturen kommt hin und wieder vor. Dann füttert man die normale, eiweißreiche Nahrung.

    Igelsäugling aufziehen

    Igelsäuglinge, die ausserhalb des Nestes gefunden wurden, brauchen menschliche Hilfe.

    Neugeboren: weiße Stacheln, rosa Haut

    1. Lebenswoche: vereinzelte braune Stacheln, rosa Haut

    2. Lebenswoche: Haut wird dunkler, Augen öffnen sich

    3. Lebenswoche: Entwöhnung, Zahnwechsel

    4. Lebenswoche: Das Nest wird im Trupp mit den Geschwistern verlassen. Die Mutter nimmt die Jungtiere nicht mit zur Nahrungssuche und zeigt auch nicht, was sie fressen sollen. Die Männchen haben mit der Aufzucht der Jungen nichts zu tun.

    Wiegen die Igelbabies weniger als 120g, werden sie am besten mit der Welpenersatzmilch Esbilac ernährt (beim Tierarzt erhältlich). Esbilac ist zwar auch nicht komplett ausreichen, aber von den Ersatzmilchpräparaten das Beste. 

    Igelmilch ist sehr fett- (25%) und sehr proteinreich (16%). ACHTUNG: keine Ersatzmilchpräparate für Menschensäuglinge oder Kuhmilch verfüttern. Notfalls kann vorübergehend nur reiner Fencheltee mit wenig Kaffeerahm eingeflösst werden.

    1 Teil Esbilac wird mit 2 Teilen lauwarmem Wasser oder besser noch mit Fencheltee angerührt und in eine 2ml-Spritze ohne Nadel oder in eine Pipette eingefüllt. Das Aufziehen von einem etwa 1 cm langen Fahrrad-Ventilgummischlauchs auf den Spritzenkonus erleichtert die Fütterung ganz enorm. Der kleine Igelsäugling wird in der Hand auf den Rücken gelegt und das Esbilac wird vorsichtig tröpfchenweise eingeflößt. Als Menge gilt die Faustzahl von ca. 1/10 des Körpergewichts pro Mahlzeit. Alle 3 - 4 Stunden muss die Fütterung wiederholt werden. 

    • 10 x / 24 Stunden bis zum Alter von 14 Tagen (Augen öffnen sich), auch Nachts! 
    • 5 x / 24 Stunden ab 100g Körpergewicht

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten lernen die Igelbabies recht schnell diese Fütterungsart und machen oft aktiv mit. Auch in "Bauchlage" kann dann gepäppelt werden. Die Trinkmenge muss natürlich mit dem zunehmenden Körpergewicht individuell angepasst und erhöht werden. Die Igelsäuglinge sollten durchschnittlich täglich 6 bis maximal 10g an Körpergewicht zunehmen.

    Nach der Fütterung ist das Toiletting sehr wichtig. Toiletting ist das Gegenteil von Füttern. Igelsäuglinge unter 2 Wochen (die Augen sind noch geschlossen) können noch nicht selbst Kot und Urin ausscheiden. Das Bäuchlein muss mit einem angefeuchteten Finger oder Wattestäbchen im Geschlechts- und Analbereich massiert werden, bis Kot und Urin abgegeben werden.

    Zur Haltung der Igelsäuglinge dient am Besten eine kleine Kunststoffkiste, die mit Zeitungspapier ausgelegt wird. Igelsäuglinge unterkühlen sehr rasch, sie müssen daher mit einem Heizkissen (kleinste Heizstufe!) oder mit einer Wärmeflasche warmgehalten werden (Achtung nicht zu heiß). Die Igeljungen müssen die Möglichkeit haben, von der Wärmequelle wegzukriechen, falls es ihnen dort zu warm ist. Daher sollte die Kiste nur zur Hälfte von unten gewärmt werden. Sobald die Igelsäuglinge ein Körpergewicht von 120 g erreicht haben, brauchen sie keine Wärmezufuhr mehr.

    Sobald die kleinen Igel selbstständig Nahrung aufnehmen können, wird Esbilac in einem Schälchen angeboten und dann langsam auf Katzendosenfutter umgestellt, d.h. Esbilac wird mit Katzendosenfutter als kleine Bröckchen (nicht als Brei) in einem langsam steigendem Anteil gemischt. Wenn das Esbilac ganz weggelassen werden kann, wird ein Schälchen mit Wasser zur freien Aufnahme zusätzlich angeboten.

    Haben die Igelsäuglinge ein Körpergewicht von 120 g erreicht, brauchen sie dringend mehr Auslauf (siehe oben unter "Unterbringung")

    Auswildern

    Das Aussetzen gesunder Igel sollte erst ab einem Körpergewicht von 800 g Anfang Mai nach den "Eisheiligen" am besten am Fundort und weitab von Straßen in einem "Heckengelände" erfolgen.

    Eine Freilassung sollte aber erst erfolgen, wenn wieder Würmer, Käfer und Schnecken vorhanden sind.

    Bitte niemals im Hochwald aussetzen, da dies nicht das natürliche Lebensrevier von Igeln ist. Die beste Tageszeit zur Auswilderung ist bei Einbruch der Abenddämmerung.

    Die Vorbereitung des Igels auf das Freileben sollte ca. 2 Wochen vorher mit der Fütterung von Lebendfutter (Asseln, Grashüpfer, Mehlwürmer) trainiert wer­den.

    Igelschutzvereine in Deutschland

    Pro Igel
    Verein für integrierten Naturschutz Deutschland e.V.
    Lilienweg 22
    24536 Neumünster
    Telefon: 04321131856
    Telefax: 043211939479

    www.pro-igel.de

    www.pro-igel.ch

    www.izz.ch