Reisebestimmungen für das Ausland


Ein wichtiger Link mit den aktuellen Reisebestimmungen

http://www.petsontour.de/

 

Der EU-Heimtierpass

Ab wann gilt der neu EU-Heimtierpass?

Der EU-Heimtierpass gilt seit Juli 2004 für alle Länder der EU:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien/Nordirland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Lüneburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern.

Wer braucht den EU-Heimtierpass?

Personen, die mit Hund, Katze oder Frettchen in andere EU-Mitgliedstaaten reisen wollen, benötigen den EU-Heimtierpass.
Für andere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel gilt der Pass nicht.
Wer nicht beabsichtigt, mit seinem Tier auf Auslandsreisen zu gehen, kann auch für Hund, Katze und Frettchen weiterhin den gelben „Internationalen Impfpass" verwenden.

Woher bekommt man den EU-Heimtierpass?

Die EU-Heimtierpässe können von jeder Tierarztpraxis ausgestellt werden. In der Tierarztpraxis können neben der Ausstellung des Passes auch die weiteren Grundvoraussetzungen für Reisen in der EU wie die Kennzeichnung des Tieres oder die Tollwutimpfung erledigt werden.

Welche weiteren Bestimmungen sind für Reisen in der EU zu beachten?

Hunde, Katzen und Frettchen, die auf Reisen in andere EU-Mitgliedstaaten mitgenommen werden, müssen

  • mit einem Mikrochip markiert sein,
  • eine gültige Impfung gegen Tollwut haben, die der Tierarzt im EU-Heimtierpass bestätigt hat,
  • den EU-Heimtierpass mit sich führen.

Diese Regelungen gelten grundsätzlich für den privaten Reiseverkehr zwischen Mitgliedstaaten der EU.

Was ist mit Tieren, die schon gekennzeichnet und/oder geimpft sind?
Bei Tieren, die schon gekennzeichnet und/oder geimpft sind, kann der Tierarzt/die Tierärztin die Angaben vom gelben „Internationalen Impfpass" in den neuen EU-Pass übertragen. Er/sie prüft vorher die Kennzeichnung und die Gültigkeit der Tollwutimpfung - gegebenenfalls muss die Kennzeichnung erneuert bzw. die Impfung aufgefrischt werden.

Welche Kosten entstehen dem Tierhalter durch die Regelung?
Die Kosten werden nach der gültigen Gebührenordnung für Tierärzte berechnet.
In unserer Praxis:
Hund / Katze mit Mikrochip:
EU-Pass + Ablesen Chip (GOT 5.0.5d) + Impfbescheinigung (GOT 101) = Gesamtsumme ca. 20,-- €

Hund / Katze ohne Mikrochip:
Implantation Mikrochip (GOT 505c) + Transponder + Ablesen Chip (GOT 5.0.5d) + EU-Pass + Impfbescheinigung (GOT 101) = Gesamtsumme ca. 57,-- €

Was geschieht mit den gelben „Internationalen Impfpässen"?
In den neuen EU-Heimtierpass können alle Impfungen eingetragen werden. Wer einen EU-Heimtierpass hat, braucht den gelben „Internationalen Impfpass" nicht mehr.

Was passiert, wenn man ohne den neuen Pass auf Reisen geht?
Wer ohne den neuen EU-Heimtierpass reist, muss mit Problemen an der Grenze rechnen. Im Einzelfall muss mit Sanktionen des jeweiligen Mitgliedstaats gerechnet werden, die bis hin zur Quarantänisierung des Tieres reichen können und mit erheblichen Kosten für den Tierhalter verbunden sind.

Werden die Kennzeichnungs-Nummern der Tiere oder die Pass-Nummern registriert?
Nein, eine Registrierung ist nicht vorgesehen. Ein Eintrag in ein „Haustierregister" (z.B. Tasso) ist aber grundsätzlich anzuraten.

Reisen in Nicht-EU-Länder

Was ist bei Reisen in Nicht-EU-Länder zu beachten?
Die Einreise mit einem Tier in Drittländer sind nicht durch die EU-Bestimmungen geregelt, es gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes.

Bei der RÜCKEINREISE (!) wird unterschieden in Länder außerhalb der EU mit niedrigem Tollwutrisiko (gelistete Drittländer Anhang II, Teil B u. C der EU-Verordnung 998/2003 - der Tollwutstatus entspricht dem der EU):
Andorra, Antigua u. Barbuda, Aruba, Ascension, Australien, Barbados, Bahrain, Bermuda, Kaimaninseln, Fidschi, Falklandinseln, franz. Polynesien, Island, Jamaika, Japan, Kanada, Kroatien, Lichtenstein, Mauritius, Monaco, Montserrats, Niederl. Antillen, Neukaledonien, Neuseeland, Saint Héléna, Saint Kitts u. Nevis, Saint Pierre u. Miquelon, Saint Vincent u. Grenada, San Marino, Mayotte, Schweiz, Singapur, USA, Vanuatu, Vatikanstaat, Wallis u. Futuna.
Bei der Wiedereinreise aus diesen Ländern gelten die gleichen Regeln wie bei der Einreise aus einem EU-Land.

und

Tollwut-Hochrisikoländer außerhalb der EU:
Dies betrifft alle Länder, die nicht in den Anhängen der EU-Verordnung aufgeführt sind, z.B. Ägypten, Bosnien-Herzegowina, Marokko, Mexiko, Serbien / Montenegro, Thailand, Tunesien, Türkei,...
Vorschriften und zusätzlich Bestimmungen erfragen Sie am besten beim zuständigen Veterinäramt oder dem entsprechenden Konsulat / Botschaft.

Aus nicht gelisteten Drittländern sollten auf jeden Fall keine Fundtiere (Hotel, Strand, ...) mitgebracht werden!

Zusätzlich benötigen Tiere, die von außerhalb der EU einreisen, in jedem Falle eine Einfuhrgenehmigung nach der Binnenmarkttierseuchenschutzverordnung. Zuständig hierfür ist immer die oberste Landesbehörde jenes Landes, in welchem das Tier erstmals EU-Land betritt.
Für den Flughafen Frankfurt/Main ist das Hessische Ministerium für Umwelt, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Postfach 3108, 65021 Wiesbaden, zuständig.
Für den Flughafen Hahn ist das Ministerium für Umwelt und Forsten, Kaiser Friedrich Str. 1, 55116 Mainz zuständig.

Bei der Rückreise aus nicht gelisteten Drittländern muss der Tollwutimpfschutz in einer Blutprobe nachgewiesen werden, die ein Tierarzt entnimmt und an ein dafür von der EU zugelassenes Labor einsendet.

Diese Antikörperbestimmung sollte am besten schon in Deutschland vor Antritt der Reise erfolgen, weil sonst Fristen bis zu 3 Monaten für die Wiedereinreise einzuhalten sind.