SARS-CoV-2

Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren:

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft wird eine Verordnung auf den Weg bringen, nach der Corona-Infektionen bei im Haus gehaltenen Tieren (v.a. Haustieren wie Katzen, Frettchen oder Hunden) meldepflichtig werden sollen.

Weltweit gibt es jeweils Einzelfälle von Hauskatzen und Hunden, die aus Corona betroffenen Haushalten stammten und ebenfalls positiv getestet worden waren. Weltweit sind bis jetzt 15 gemeldete Infektionen bei gehaltenen Tieren bekannt.

Infektionsversuche des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit des Bundeslandwirtschaftsministeriums zeigen, dass verschiedene Tierarten unterschiedlich anfällig für das Virus sind: Katzen und Frettchen sind demnach für den Erreger empfänglicher als Hunde.

"Die bisherigen Erfahrungen, auch aus Deutschland, liefern aber keine Hinweise darauf, dass Haustiere, einschließlich Katzen und Frettchen, das Corona-Virus auf Menschen übertragen", so das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des FLI: "SARS -CoV-2 ist ein zoonotischer Erreger und so ist es wichtig, auch die Rolle von Tieren bei der Epidemiologie der Infektion zu untersuchen und besser zu verstehen. Hierzu hilft die Meldepflicht."

Es besteht somit keine Untersuchungspflicht von Haustieren aus mit SARS-CoV-2 infizierten Haushalten. Es ist aber sinnvoll, wenn die Tiere klinische Symptome zeigen.

Die Meldepflicht bringt weitere Antworten auf noch ungeklärte Fragen über das Vorkommen und die Ausbreitung von Corona-Infektionen bei Haustieren. Sie kann dazu beitragen, zukünftig Risiken in Bezug auf die Gesundheit von Tier und Mensch frühzeitig zu erkennen und geeignete Bekämpfungsmaßnahmen einzuleiten.

Weitere Informationen über die Rolle des Coronavirus bei Haus und Nutztieren finden Sie auf der Homepage des FLI unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus